31 Jan 12

Viele kleinere Betriebe, Freiberufler, Handwerker oder Vereine haben noch keine eigene Homepage. Andere Unternehmen haben schon länger eine, sind aber damit nicht mehr zufrieden. Wiederrum andere haben Webseiten mit Uraltaufbau und keinem Hauch von Besucherfreundlichkeit des Web 2.0.

Angesichts der Angebote einiger Internetprovider, mit einem Homepagebaukasten in 5 Minuten die perfekte Homepage selbst zu erstellen oder der verlockenden Option, durch einen talentierten Werkstudenten eine solche realisieren zu lassen, sind einige dieser Website-Kunden hier schnell zu begeistern: eine Homepage erstellen lassen für wenig Geld…

Die meisten dieser Versuche gehen leider schief, scheitern entweder am mangelnden Talent der Aktivisten (wenn die Homepage vom Chef selbst oder der Sekretärin kreiert wird) oder an der technischen Basis und geringen Flexibilität der Homepage-Baukästen oder auch einer ziellosen Konzeption. Der talentierte Werkstudent mag da noch die bessere Wahl gewesen sein, da das Endprodukt sich eventuell am meisten sehen lassen kann: schöne gestaltete HTML-Seiten. Aber wer pflegt diese, sobald der Werkstudent keine Semesterferien mehr hat?

Für kommerzielle Websites zur ernsthaften und professionellen Unterstützung des Business von Unternehmen oder Kleinbetrieben sollte und wird die Wahl letztendlich auf einen professionellen Dienstleister fallen, der die Anforderungen des Kunden genau einschätzen und optimal umsetzen kann. Und zwar so, dass der Kunde im Idealfall selbst und jederzeit in der Lage ist, kleine Änderungen am Content der Homepage selbst vorzunehmen. Wie zum Beispiel Preislisten aktualisieren oder News und Events auf der Homepage zu publizieren. Und das ohne Spezialkenntnisse und teuren Trainings, ganz einfach über den Browser, mit dem jeder umgehen kann.

Gleichzeitig soll der Besucher der Homepage optimal zu den gesuchten Produkten und Dienstleistungen geführt und über alles Wichtige informiert werden. Das Geheimnis des Erfolges liegt hier in der professionellen Unterstützung durch erfahrene Agenturen und dem Zauberwort “Usability“.

Usability

Der Begriff aus dem Englischen bedeutet übersetzt so viel wie “Benutzerfreundlichkeit”. Übertragen auf die Anforderungen der Unternehmen und Websitebesucher ist damit die Eigenschaft eines Internetauftrittes gemeint, sowohl den Besucher der Homepage als auch den ändernden Mitarbeiter des Unternehmens optimal zu unterstützen.

Ein User entscheidet innerhalb von maximal 10 Sekunden, ob der Inhalt einer Website für ihn interessant ist oder nicht.

Der Besucher der Homepage soll von jeder Seite aus, auf der er landet (zum Beispiel durch die Suche in Google), zu weiteren wichtigen oder interessanten Inhalten geführt werden. Dies erfordert eine klare und selbsterklärende Navigation und die Bereitstellung erwarteter Hilfsmittel wie Suchfunktion und Sitemap. Hierbei sollte stets der Leitsatz “Form follows Function” eingehalten werden. Das Design und Layout einer Homepage sollte sich der optimalen Nutzbarkeit unterordnen. Der Drang einiger Webdesigner, eine möglichst einzigartige Website zu schaffen, führt zu einem suboptimalen Resultat, wenn die Usability dabei zu kurz kommt.

Viele Websites sind ähnlich strukturiert, da sich gewisse Paradigmen durchgesetzt haben:

Die wichtigsten Elemente einer Homepage sind immer möglichst links und oben. Je weiter unten und rechts eine Information platziert ist, desto eher verschwindet diese aus dem sichtbaren Browserfenster und ist nur durch Scrollen zu erreichen. Aus diesem Grunde ist meist das Logo und der Firmenname links oben positioniert, das Logo führt per Klick immer zur Startseite. Die Hauptnavigation ist dann meist entweder horizontal oder vertikal am linken Rand darunter. Die Navigationselemente sind meist der Wichtigkeit nach angeordnet, also Home zuerst, dann Produkte, Über uns, etc. bis zu Kontakt. Impressum und AGBs folgen meist am Ende. Die Navigation sollte auch hervorheben, auf welcher Seite man sich gerade befindet. Hierfür ist auch eine sog. Breadcrumb-Navigation als zusätzliche Orientierungshilfe nützlich. So findet der User leicht zurück in der Struktur der Seiten.

Der Content-Bereich einer Homepage präsentiert die eigentlichen Inhalte. Diese sollten klar strukturiert sein durch Überschriften unterschiedlicher Kategorie. Wichtige Informationen werden oben positioniert, unwichtigere folgen weiter unten. Textblöcke sollten nicht zu breit sein, da die Lesbarkeit darunter leidet. Text sollte möglichst durch Bilder oder grafische Elemente aufgelockert werden. Auch Gliederungen sind übersichtlich. Hyperlinks sollten deutlich als solche erkennbar sein. Die Website sollte innerhalb einer erträglichen Zeitspanne geladen werden. Auch für User ohne High-Speed-DSL-Anschluss.


Thema: Usability und Redesign

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Ganz zufällig im Website Blog gefunden.

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